Nicht nur im Bergwerk wird noch gearbeitet, sondern auch an dieser Seite.

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A Abraum - Deckmassen über einer Lagerstätte von Mineralien, auch sonstiges taubes Gestein

alter Mann - verlassene Grubenanlagen

anfahren - die Arbeit mit dem Einfahren ins Bergwerk beginnen

Anteil - Mitbesitz (Kux) an einem Bergwerkseigentum und Mitverpflichtung zur anteiligen Zahlung der Bergbaubetriebskosten

Arschleder - Teil der Schutzkleidung für Bergleute, vorwiegend Nässeschutz, auch verwendet zum Einfahren

Aufbereitung - Trennung der aus der Grube geförderten Massen in Taube und (erz-)haltige Teile vor dem Schmelzen; maschinell durch Poch-, Sieb-, Rüttel-, Mahlwerke, von Hand durch Klauben und Waschen 

Ausbeutewird in doppeltem Sinne verwendet. Ausbeuten, abbauen von Erzlagerstätten und im bergmännisch rechtlichen Sinne als Gewinn einer Grube nach Abzug aller Unkosten

auffahren - Herstellen eines horizontalen Ganges

B

Barbara, Heilige - Schutzpatronin der Bergleute

Barbaratag - Festtag zu Ehren der Heiligen Barbara am 4. Dezember

Berge - taube Gesteinsmassen

Bergordnung - vom Inhaber des Bergregals paragrafenmäßig erlassene Vorschriften (und Privilegien) für den Bergbaubetrieb

Bergregal - urspr�nglich das k�nigliche Vorrecht auf Nutzung der Bodensch�tze Gold, Silber und Salz.

Bewetterung - Zufuhr frischer und Entfernung verbrauchter Luft und sch�dlicher Gase aus Bergwerksanlagen durch maschinelle Ventilation oder nat�rlichen Luftzug

Binge (auch Pinge) - erhebliche Vertiefung an der Erdoberfl�che durch Zusammensturz bergm�nnischer Anlagen unter Tage

C  
D Doppelh�uer - arbeiten l�nger als die 7 oder 8 Schichtstunden, mitunter 14 bis 15 Stunden

Durchschlag - offene Verbindung zwischen zwei Grubenbaue

E Eigenlehner - selbst�ndiger Bergmann - mit ausreichenden Kenntnissen -, der eine eigene kleine Grube auf Gewinn und Verlust betrieb

Eisen - Meisel mit Stiel

Erbstollen - der jeweils tiefste Stollen, der aus einer Grube das Wasser ableitet und Frischluft bringt, erhielt von jeder Grube den Neunten vom Erzausbringen (oder Wassergeld)

F fahren - sich unter Tage fortbewegen

Fahrt - Leiter

Fahrtschacht - Zugang zu den Gruben f�r Knappen �ber Fahrten

Feuersetzen - Abbauverfahren durch mehrt�giges Holzfeuer unter Tage, um eine Lockerung des Gesteins zu erreichen

Firste - obere Begrenzung eines Grubenbaus

Firstbau - ???

flach - im Winkel zwischen 15� bis 45� geneigt

G Gedinge - Akkordarbeit f�r verschiedene Leistungen, etwas h�her entlohnt als Schichtarbeit, daher gesucht.

Gewerke - Besitzer von Kuxen. Die Gewerken hatten Anrecht auf die Ausbeute. Sie waren andererseits verpflichtet, Zubusse zu leisten, falls die Gewerkschaft weitere Geldmittel ben�tigte.

Gez�he - Bergm�nnisches Werkzeug, wie Schl�gel, Eisen, Keilhaue, etc.

H Haspel - Seilwinde

Hund (auch Hunt) - Vierr�driger F�rderwagen

Huthaus - Geb�ude, in dem sich die Bergleute versammeln, Andacht halten und das Gez�he und andere Ger�tschaft aufbewahren.

I  
J  
K Kux - Besitzanteil an einer bergrechtlichen Gewerkschaft.

Klauben

L Lachter - Altes L�ngenmass im Bergbau. Gr�ssenordnung 2 Meter
M  
N Neunte, der - Haufen Erz, geh�rte dem Erbstollen (wie der zehnte Erzhaufen dem Regalherren zustand), sofern ein solcher Hilfsbau der Grube Frischluft brachte und das Wasser ableitete
O  
P Pumpensumpf - Schachtboden in dem die Pumpen ihre Arbeit verrichten.
Q  
R  
S Stollen - sohlig aufgefahrene Grubenbaue

Schacht - saiger abgeteufte Grubenbaue

Schl�gel - Hammer

saiger - im Winkel zwischen 75� und 90� geneigt, bzw. senkrecht

sohlig - horizontal, waagrecht

Steiger - Aufsichtsperson im Bergbau

Sumpf - tiefste Stelle im Schacht, an der sich die Grubenwasser sammeln, die man s�mpfen (= heben) muss

schwebend = im Winkel zwischen 0� und 15� geneigt

T taubes Gestein - Gestein ohne Erzgehalt

Teufe - bergm�nnisch f�r "Tiefe", davon "teufen".

teufen - Erstellen eines Schachtes

tonnenl�gig - im Winkel zwischen 45� und 75� geneigt 

U unter Tage

�ber Tage

V  
W Wetter - bergm�nnische Bezeichnung f�r Luft. Gute Wetter = Frischluft im k�hlen einziehenden Wetterstrom, matte Wetter = verbrauchte, sauerstoffarme, erw�rmte Luft im ausziehenden Wetterstrom.

Wetterstollen - Stollen zur Bel�ftung der Grubenbaue

Wettert�r - T�r zur Steuerung des Wetterzuges durch die Grubenbaue

X  
Y  
Z Zehnt - Abgabe des zehnten Erzhaufens an den Regalherrn, nach Abl�sung de Naturalabgabe 1/10 der Erzbezahlung (ohne R�cksicht auf Gewinn oder Verlust) an den Zehntner, den obersten Beamten (nach dem Berghauptmann).

Zubu�e - Beitrag zu den Grubenkosten, von jedem Kuxinhaber zu der Bergquartalen durch den Zubu�boten gegen bergamtliche Quittung eingefordert, solange die Grube keinen Ertrag gab.